Arbor und die Umwelt

Seit vielen Jahren schon suchen wir nach Wegen, unsere Bücher konsequent umweltgerecht herzustellen.

Dabei orientieren wir unser Handeln an fünf Maximen:

Weniger ist mehr

Manchmal ist es besser, Dinge zu unterlassen, anstatt sie zu tun. Das gilt zum Beispiel für die Herstellung von Werbemitteln. Werbung verschlingt Material, Zeit und Energie, ohne dass am Ende ein einziges Buch gedruckt wäre. Maximal einmal im Jahr erstellen wir daher ein Werbemittel; alles weitere erfahren Sie über unseren E-Mail-Newsletter.
Unkonventionelle Entscheidungen über das, was wir tun und lassen, erlauben uns, die Bücher, die Zeitschrift und die Verwaltung des Arbor Verlags mit nur sechs Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu bewerkstelligen, von denen niemand Vollzeit arbeitet. Dabei wissen wir sehr wohl, dass wir mehr Bücher verkaufen könnten. Aber nicht unter so guten Bedingungen. Wir stellen die Verantwortung vor den Umsatz, die Qualität vor Quantität.

Jedes Detail zählt

Unser Verlag ist in einem Niedrigenergiehaus beheimatet, mit dessen Photovoltaikanlage wir fast dreimal soviel Strom erzeugen, wie wir verbrauchen. Mit 2 Megawatt im Jahr ist unser Stromverbrauch eh so gering, dass uns das nicht jeder auf Anhieb glaubt. Langjähriges, konsequentes Energiemanagement hat dazu geführt, dass wir mittlerweile an allen Arbeitsplätzen die jeweils energieeffizientesten Geräte einsetzen, die nach getaner Arbeit ausgeschaltet werden. Sogar unser Server und der Internetzugang schalten sich über Nacht automatisch ab. Telefonanlage und Netzwerktechnik sind auf niedrigstem Verbrauchsniveau. All das ist zugegebenermaßen ein wenig detailverliebt und altmodisch, aber wirkungsvoll. Denn jeder kleine Beitrag zählt und summiert sich am Ende zu einem großen Ganzen.

Wir nehmen uns Zeit

Zeitsouveränität ist für ein langfristiges umweltgerechtes Handeln unerlässlich. Wenn die Erstauflage eines neuen Buches bei uns bis zu sechs Jahre Zeit hat, sich zu verkaufen (anstelle der sechs Monate, die vielen Neuerscheinungen der großen Verlagshäuser mittlerweile nur noch zugestanden werden), dann hat das enorm viel mit Nachhaltigkeit zu tun. Bei uns gibt es keine Berge von kurzlebigen Neuerscheinungen. So müssen wir nur in Ausnahmefällen sehr wenige Bücher wegwerfen.
Dauerhaftigkeit, die Fähigkeit, sich über lange Zeitspannen zu bewähren, ist uns übrigens auch im Einkauf wichtig: Wir nutzen möglichst wenig Geräte möglichst lang.

Regional ist genial

Wir achten auf kurze Wege. So produzieren wir Bücher ausschließlich in Deutschland.
Auch in unserem Verlagshaus sind wir auf kurze Wege bedacht. So beginnt unser Umweltengagement bereits bei der Stellenausschreibung. Wenn eine neue Stelle frei wird, schreiben wir sie an Anwohner aus der direkten Nachbarschaft aus. Der Wohnort ist neben den Qualifikationen zu einem wesentlichen Merkmal bei unserer Suche geworden. So hat sich ein tolles Team aus hochmotivierten und kundigen Menschen zusammengefunden, die in nächster Nähe rund um den Verlag wohnen. Wir hoffen immer, dass sich diese regional gestärkte Entspanntheit auch in unseren Büchern wiederfindet, zumindest eine kleine Spur davon ...

Recycling statt Kahlschlag

Mehr als 60.000 Bücher pro Jahr verschlingen einiges an Ressourcen. Deshalb ist es uns wichtig, dass der von uns erzeugte Bücherberg den geringstmöglichen Schaden verursacht. So arbeiten wir nahezu ausschließlich mit Altpapier – im Buchdruck, bei Werbemitteln und im Büro. Alle Produkte werden auf Recyclingpapier hergestellt, das zu 100% aus genau dem Altpapier hergestellt wird, das die meisten von uns zuhause und im Büro sammeln. Wenn Sie also diese Werbebroschüren ins Altpapier werfen sollten, schließt sich der Kreis. Der Gedanke gefällt uns.
Aber warum unbedingt Altpapier, andere Verlage setzen doch eher auf FSC-Papier. Das ist doch auch gut, oder?
Die FSC-Zertifizierung der Materialien ist zweifelsohne ein wichtiger Schritt, doch leider nur ein kleiner Schritt in die richtige Richtung. Wir müssen mehr erreichen, wir brauchen größere Schritte, jetzt und hier! Durch die Verwendung von FSC-zertifiziertem Frischfaserpapier wird immer noch das doppelte an CO2-Emissionen erzeugt – im Vergleich zu einem qualitativ hochwertigen Recyclingpapier, wie wir es einsetzen. Zudem braucht die Herstellung der von uns verwendeten Recyclingpapiere dreimal weniger Wasser und Energie.
Im Grunde ist es sonnenklar: In dem Maße, wie im fernen Russland oder Skandinavien kein Baum gefällt werden muss und stattdessen einfach genau das Altpapier, das wir hier sammeln, genutzt wird, bleibt uns – im wahrsten Sinne des Wortes – eine Menge erspart!

Alle Rechte vorbehalten
Alle Rechte vorbehalten. Arbor Verlag