Nyoshul Khenpo

Nyoshul Khenpo Rinpoche war ein bemerkenswerter Meditationsmeister, Gelehrter, Poet und Geschichtenerzähler. Er ist ein lebendes Beispiel für die Lehren Buddhas. Er war ein herausragender Khenpo des Nyingma-Ordens, der ältesten Schule des tibetischen Buddhismus, und ein wichtiger Linienhalter der Dzogchen-Lehren. Seine brillante Art und Weise zu lehren, inspirierte viele zeitgenössische Lamas (u.a. Dzigar Kongtrül und John Makransky) und eine Reihe westlicher Dharma-Lehrer.

Er wurde 1932 in Osttibet geboren und trat mit fünf Jahren einem Sakyapa-Kloster bei. Schon im Alter von 24 hatte er das zwölfjährige Training durchlaufen, das ihn zum Khenpo auszeichnete. 1959 floh Nyoshul nach Indien. Erst lebte er auf den Straßen Kalkuttas zwischen Sadhus, dann folgte er verschiedenen Meistern oder diente als Khenpo in deren Klöstern. Während seines Lebens erhielt er Unterweisungen von 25 verschiedenen spirituellen Meistern (u.a. von Patrul Rinpoche), wobei er Shedrup Tenpé Nyima eine zentrale Stellung zuschrieb.

Zur Behandlung einer chronischen Krankheit reiste Nyoshul Khenpo in die Schweiz und lebte schließlich acht Jahre im Dordogne-Département in Südwestfrankreich. Nachdem seine Gesundheit sich gebessert hatte, verbrachte Nyoshul Kehnpo mit seiner Frau Damchö Zangmo viel Zeit im Bhutan. Von dort aus reiste er in unterschiedliche Ländern um seine Lehre zu verbreiten: Indien, Nepal, Taiwan, Frankreich, Groß Britannien, Schweiz, Deutschland und USA. Vor seinem Tod besuchte er noch zwei mal seine Heimat Tibet. Er starb im August 1999 in Frankreich.

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