Rick Hanson

Erkenne, wonach du dich sehnst

Träume große Träume
Träume große Träume: Mann mit Kamera bei Sonnenuntergang

Jeder hat Träume! Es sind Ziele, große Pläne, einen Lebenssinn, Dinge, wie wir anderen geben können. Dazu gehören die Gründung einer Familie, der Wechsel der Karriere, ein Studium, die Vertiefung der emotionalen und sinnlich intimen Aspekte einer langjährigen Beziehung, ein Buch schreiben, eine spirituelle Praxis leben, Kunst erschaffen, dafür zu sorgen, dass ein Stoppschild an einer gefährlichen Kreuzung installiert wird, 15 Kilo abnehmen und nicht wieder zunehmen, die Wale retten, die Welt retten.

WARUM?

Viele dieser Träume beruhen auf Visionen des Möglichen aus der Kindheit. Wenn die jungen Elemente abgeschält sind, bleibt oft immer noch das, was für einen Menschen zutiefst wahr ist.

Was sind die Sehnsüchte deines Herzens?

Sie können ziemlich konkret und trotzdem große Träume sein: Zum Beispiel, dass alle in der Familie zusammen die Hausarbeit tun, oder einen Job finden, zu dem du weniger als eine Stunde fahren musst, oder Frieden mit deiner Mutter oder deinem Sohn schließen, oder Rosen pflanzen, oder dir eine halbe Stunde des Tages für dich selbst Zeit nehmen.

Oder sie können weitreichender oder nobel sein: Wie die Gewalt an den Schulen zu beenden, den Kohlendioxid-Ausstoß in die Atmosphäre zu verringern oder dein eigenes spirituelles Erwachen zu suchen.

Wenn du dich wirklich dieser Frage öffnest – „Welche Träume sind mir wichtig?“ –, mach dir keine Sorgen, du wirst dich nicht mit dummem Zeug beschäftigen, wie reich und berühmt werden. Stattdessen wirst du deine Seele – deine Essenz, deinen Kern, deine tiefste innere Weisheit – sprechen hören.

Es lohnt sich, ihr zuzuhören. Und dann nach Wegen zu suchen – praktischen Wegen, die im Alltag verwurzelt sind und die dich wirklich einen Schritt nach dem anderen voranbringen – um deine Träume lebendig werden zu lassen.

SO GEHT'S

Finde einen ungestörten Ort und einen ruhigen Moment und frage dich, wonach du dich sehnst. Stell dir, wenn du willst, eine jüngere Version deiner selbst vor – als Erwachsener, Teenager oder Kind – und frage sie, was ihre Träume sind.

Versuche offen zu sein für das, was sich zeigt, statt es als unrealistisch, zu spät, „selbstbezogen“ oder dumm abzulehnen. Schreib es vielleicht sogar auf, auch wenn es nur ein paar Worte sind, oder erzähle anderen davon. Wenn du willst, kannst du eine Collage mit Fotos und vielleicht auch Wörtern machen, die deinen Traum/deine Träume symbolisieren. Sie sind nicht in Stein gemeißelt – du kannst ihnen erlauben, sich zu entwickeln und zu atmen.

Mach Raum für deine Träume in deinen Gedanken und Handlungen. Sei ihr Freund. Spüre, wie es sein würde, wenn sie wahr werden würden und in welcher Weise das für dich und andere gut wäre.

Der Traum darf dich leben

Ohne dich in Details oder Hindernissen zu verlieren, denke über das nach, was du realistisch tun könntest, um die Erfüllung deiner Träume voranzubringen. Such nach den kleinen Dingen, die du tun kannst oder worauf du jeden Tag aufbauen kannst. Geh vielleicht noch weiter und formuliere einen Plan für dich, mit Terminen („Schluck“). Lass dich nicht davon beunruhigen, wenn die Dinge konkreter werden.

Und dann handle. Wenn es dir hilft, dann sage dir die Wahrheit und verfolge dein Handeln – wie zum Beispiel indem du aufschreibst, wie viel Zeit du jeden Tag mit Sport, liebevollem Sprechen mit deinem Partner oder einfach entspannt zurückgelehnt verbringst. Fokussiere dich auf die Dinge, die den größten Unterschied machen. D. h. pack erst die größten Steine in den Eimer.

Und lass währenddessen immer den Traum dich leben. Spüre in das gute Herz eines Traumes – wie er von ganz tief innen kommt, wie heilsam er ist, wie er dir und anderen nützen wird. Gib dich deinem Traum hin. Spüre die Art und Weise, wie einige der essenziellen Aspekte deines Traums schon in deinem Leben geschehen.

 

Dieser Artikel stammt aus dem Buch Just One Thing – So entwickeln Sie das Gehirn eines Buddha.

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