Sharon Salzberg, Richard Davidson, Jon Kabat-Zinn u.a.

Der Unterschied zwischen Leiden und Schmerz

Ein wissenschaftlicher Dialog mit dem Dalai Lama
Der Unterschied zwischen Leiden und Schmerz – Wissenschaft trifft auf SpiritualitätJon Kabat-Zinn: Eure Heiligkeit, die erste Frage, die ich habe, ist folgende: Wurden in der tibetischen medizinischen Traditionen spezifische Meditationsübungen erfolgreich angewendet, um bestimmte medizinische Erkrankungen oder mentale Störungen zu behandeln?  Dalai Lama: Das weiß ich nicht. Meine Ärzte haben mich nie eine Meditation gelehrt. Es kann natürlich Situationen geben, in denen ein Arzt die Patienten eine besondere

Meditation ist nicht nur ein Hobby oder eine Möglichkeit, die Zeit totzuschlagen. Meditation hat in der Tat tiefe Wirkungen auf unser Wohlbefinden, indem sie beeinflusst, wie wir mit inneren Bedingungen des Glücks umgehen, statt verzweifelt zu versuchen, unsere äußeren Bedingungen zu kontrollieren.

Das erste Gespräch auf der Mind and Life Konferenz XIII thematisiert das Gefängnis der Selbstbezogenheit, den spirituellen Weg der Wissenschaftler und die Rolle des Schweigens in der Forschung.

Jon Kabat-Zinn:
Eure Heiligkeit, die erste Frage, die ich habe, ist folgende: Wurden in der tibetischen medizinischen Traditionen spezifische Meditationsübungen erfolgreich angewendet, um bestimmte medizinische Erkrankungen oder mentale Störungen zu behandeln?

Dalai Lama:
Das weiß ich nicht. Meine Ärzte haben mich nie eine Meditation gelehrt. Es kann natürlich Situationen geben, in denen ein Arzt die Patienten eine besondere Form der Meditation lehrt.

Jon Kabat-Zinn:
Als Zweites möchte ich fragen, ob die Erfahrung reinen Gewahrseins selbst körperlich oder geistig heilend wirkt.

Dalai Lama:
Das ist ein komplexes Thema. Wenn wir etwas erfahren, was in der buddhistischen Tradition als natürlicher Geisteszustand oder reines Gewahrsein bezeichnet wird, ist die Aufmerksamkeit von jedem emotionalen oder körperlichen Schmerz, den wir sonst vielleicht empfinden, abgelenkt. In diesem Zustand des Gewahrseins ist der Geist abgelenkt, deshalb gibt es in diesem Moment möglicherweise eine Art Heilung oder eine Erfahrung von Freiheit. Aber die Frage ist dann: Kehrt der Schmerz zurück, wenn man wieder aus diesem Zustand herauskommt? Vielleicht. In diesem Fall wirkt der Zustand als eine Art Ablenkung oder als Beruhigungsmittel.

Wenn man sich aber andererseits direkt auf den Schmerz oder das Leiden fokussiert, könnte ein anderer Effekt auftreten. Wenn Ihre Herangehensweise zum Beispiel auf der Erkenntnis beruht, dass Dukkha eine Bedingung Ihrer Existenz ist, und auf der Einsicht, dass die Erfahrung des Schmerzes selbst vorübergehend ist und sich verändert, dann hat das möglicherweise einen viel positiveren Effekt. Wie einige der Vortragenden am ersten Tag der Mind and Life Konferenz XIII erklärt haben, kann sich die Intensität des Schmerzes sehr stark verändern. Auch die Identifikation mit dem Schmerz und das Festhalten, das damit einhergeht, sind veränderbar. Eines der Merkmale des Mitgefühls ist beispielsweise, dass es sofort unser Herz nach außen hin, für ein viel weiteres Feld öffnet. Allein das wird eine Wirkung haben, weil es das Festhalten am eigenen selbstbezogenen Fokus löst.

Jon Kabat-Zinn:
Danke, Eure Heiligkeit. Meine dritte Frage ist folgende: Können wir eine sinnvolle Unterscheidung zwischen dem Buddhadharma auf der einen Seite und dem universellen Dharma auf der anderen Seite treffen? Oder sind sie im Grunde gleich in Bezug auf die Kultivierung von Gewahrsein, Mitgefühl und Weisheit?

Dalai Lama:
Die Bedeutung dieser positiven Emotionen und Qualitäten bezieht sich auf alle spirituellen Traditionen. Wir versuchen, mit Hilfe von Wissenschaftlern universelle spirituelle Werte zu vermitteln. Ein Teil unserer Arbeit hier besteht darin, dass wir Wege finden, um die Werte zu bestätigen, die von den großen spirituellen Traditionen seit Tausenden von Jahren gelehrt wurden. Das sind allgemein menschliche Werte.

Matthieu Ricard:
Es scheint sehr angemessen, an dieser Stelle Father Thomas Keating zu bitten, einige seiner Gedanken aus einer anderen großen kontemplativen Tradition mit uns zu teilen. Wie sehen Sie den Weg der Kontemplation, besonders im Hinblick darauf, dass altruistische Liebe und bedingungsloses Mitgefühl nicht nur unsere zweite Natur, sondern unsere erste Natur werden?

Father Keating:
Mir scheint, dass heute Morgen drei verschiedene Themen angesprochen wurden. Als Erstes wurde hervorgehoben, dass das Mind and Life Institute etwas geschaffen hat, was es bisher noch nicht gegeben hat: einen ernsthaften und offenen Dialog zwischen der wissenschaftlichen Gemeinschaft, oder zumindest einem Teil davon, und der Religion. Sie werden herausfinden, dass Mystiker doch nicht so dumm sind. Ich bin sicher, dass wir die Erfahrung machen werden, dass auch Wissenschaftler sich auf einem spirituellen Weg befinden, ob sie es nun wissen oder nicht.

Der zweite Punkt umfasst das Thema „Meditation“, wie es in Jons wunderbarer Präsentation angesprochen wurde. Die buddhistische Meditation hebt die Klarheit des Geistes hervor: Achtsamkeit. Es ist sehr gut, um Anfänger einzuführen und um Menschen den erfahrungsmäßigen Aspekt der spirituellen Praxis nahezubringen, wenn wir diesen von den Glaubenssystemen trennen. Wir sprechen hier nicht nur über Religionen oder über eine äußere Praxis, sondern über die Spiritualität der Religionen, und das ist etwas anderes. Ich denke, die innere Praxis der Religion oder Spiritualität hat eine Wirkung auf die Gesundheit und führt zu den Effekten, die Sie im Gehirn zu sehen beginnen.

Der dritte Punkt hängt mit dem zusammen, was wir über die physischen Korrelate der Erfahrung des kontemplativen Gebets gehört haben, wenn es auf der Ebene des Gehirns untersucht wird. Es wäre interessant zu hören, was Kontemplationsübende über diese Ergebnisse denken. Statt dass Sie mit uns Experimente durchführen, könnten wir mit Ihnen experimentieren? Lassen Sie uns untersuchen, ob Ihre Ergebnisse mit unseren Erfahrungen übereinstimmen. Mit anderen Worten, das ist der Beginn des Ernstnehmens innerer oder mystischer Erfahrungen. Ich denke, dass dieses Wissen über die diskursiven oder analytischen Fähigkeiten des Gehirns hinausgeht und die intuitiven Fähigkeiten des Gehirns ernst nimmt – was wir in religiösen Kreisen als die menschliche Seele oder den menschlichen Geist („spirit“) bezeichnen. Das wird ein großer Beitrag zur Entwicklung des Wissens in allen Aspekten sein.

Matthieu Ricard:
Sharon, Sie praktizieren und lehren nicht nur Einsichtsmeditation oder Achtsamkeit, sondern auch Metta oder die Kultivierung von liebender Güte und Mitgefühl. Der Zugang dazu ist die Identifizierung des Wunsches nach Wohlbefinden in uns selbst als Weg, um sich anderen mehr zu öffnen. Wie kann dieses Element Ihrer Meinung nach mit allem, was bisher gesagt wurde, verbunden werden?

Sharon Salzberg:
Als Erstes möchte ich sagen, dass ich erstaunt war, als Richie sagte, dass ein Teil des Gehirns das Selbstgefühl repräsentiert. Ich überlegte, ob es wohl ein Gerät gibt, das einen Tag lang messen könnte, wie oft dieser Teil des Gehirns aufleuchtet? Das wäre wahrscheinlich ein Schock.

Ajahn Amaro sprach über die verschiedenen Arten des Leidens: natürliches Leiden oder Schmerz und hinzugefügtes oder zusätzliches Leiden. Ich denke, dass die erste Form des Leidens manchmal schrecklich ist. Es kann einfach unerträglich sein. Was in diesen Momenten gebraucht wird, ist vielleicht ein ganz anderes Mittel, um Ausgeglichenheit oder ein Gefühl der Heilung wiederherzustellen. Aber oft ist für die meisten von uns die Unterscheidung zwischen dem Schmerz und dem, was wir daraus machen, entscheidend. Diesen Unterschied zu kennen ist nicht nur in gewisser Weise die Essenz des spirituellen Lebens, sondern auch der Unterschied zwischen Verlust und Verzweiflung, zwischen einer schwierigen Situation und Hoffnungslosigkeit, zwischen unglücklichen Umständen und Verbitterung.

Das ist eine unglaublich wichtige Unterscheidung. Hier kommen für mich Übungen wie Achtsamkeit und Liebende Güte ins Spiel, weil wir zu so viel Positivem fähig sind, nicht nur für uns selbst, sondern auch in Beziehung zu anderen. Oft denken Menschen, dass Meditation zu Passivität führt, dass man selbstzufrieden und unbekümmert wird. Wenn wir mit diesem hinzugefügten Leiden in irgendeiner Weise umgehen können, haben wir mehr Energie, um auf die direkte Erfahrung des Schmerzes oder die Umstände, die ihn ausgelöst haben, zu achten. Wir können versuchen, einen Weg zu finden, um dazu eine neue Beziehung herzustellen, für uns selbst und für andere.

Alan Wallace:
Richie, meine Aufmerksamkeit wurde ähnlich wie bei Sharon davon geweckt, dass Sie über den Bereich des Gehirns sprachen, der mit dem Selbst assoziiert wird, und dass dieser weniger Aktivität aufweist, wenn sich Mitgefühl zeigt. Ich möchte etwas mehr Klarheit in dieses, mir wichtig scheinende Thema bringen. Was meinen wir genau, wenn wir „das Selbst“ sagen?

Richard Davidson:
Wenn Menschen ein Adjektiv genannt wird, wie zum Beispiel „fröhlich“, und sie gefragt werden, ob dieses Adjektiv sie beschreibt, fängt ein sehr komplexer Prozess an, den wir nicht wirklich in allen Details verstehen. Die Person beginnt zu prüfen, ob Aspekte, die sie als Teil ihrer selbst ansieht, wirklich in dem Adjektiv reflektiert werden. Im Experiment zeigt sich, dass der mediale Cortex aktiviert wird, wenn man einen Menschen fragt, ob ein bestimmtes Adjektiv für ihn selbst charakteristisch ist. Wenn man ihn fragt, ob das Adjektiv auf seinen Freund John zutrifft, wird der mediale Cortex nicht aktiviert, obwohl er die gleiche Arbeit mit dem gleichen Stimulus leistet. In diesem Prozess wird er also aktiviert, wenn der Geist, oder zumindest ein ungeübter Geist, über sein Selbstbild nachdenkt.

Father Keating:
Mich würde interessieren, welche Rolle Schweigen in Ihrer Forschung über mentales Training spielt. Haben Sie irgendwelche Daten darüber, wie das Gehirn aussieht, wenn alle Gedanken zum Schweigen gekommen sind?

Matthieu Ricard:
Nun, welches Schweigen meinen Sie? Bedeutet Schweigen die Abwesenheit des diskursiven Denkens – das mentale Geplapper, das immer vorhanden ist, wenn wir mit Überlegungen, der Interpretation der Außenwelt, Nachdenken über die Vergangenheit oder Vorstellungen über die Zukunft beschäftigt sind? Natürlich kann diese Kettenreaktion der Gedanken einen verdunkelnden Aspekt haben, wenn sie automatisch geschieht. Dieses Nachdenken und diese mentalen Konstruktionen zum Schweigen zu bringen kann ein meditativer Zustand sein. Irgendwie finden wir ein gesteigertes Gewahrsein der Klarheit und Stabilität hinter dem Strom oder dem Schleier der Gedanken und ihres Inhalts. Das ist aber in keiner Weise Schweigen im Sinne von Dumpfheit, Schläfrigkeit, Dunkelheit oder Unklarheit. Man könnte es das Schweigen der mentalen Konstruktionen nennen, aber es ist überhaupt kein Schweigen des Gewahrseins. So würde ein Praktizierender diese Zustände erfahren.

Father Keating:
Aus der Perspektive der christlichen Meditation, die wir normalerweise als Kontemplation bezeichnen, heben wir die Absichtlichkeit des Schweigens hervor. Das heißt, das Schweigen als eine Absicht hat eine wichtige Wirkung auf den Prozess der Meditation, ob wir nun Gedanken, Gefühle, äußere Klänge oder etwas anderes erfahren. Wenn wir darin geübt werden, den Fluss der Gedanken sein zu lassen, führt uns das in tiefere Ebenen der inneren Stille und des Friedens. Auf dieser Ebene scheinen wir einen tieferen Aspekt der menschlichen Natur zu berühren oder zu erfahren als das gewöhnliche psychische Gewahrsein.

Die christliche Meditation betont zudem die Achtsamkeit des Herzens („heartfulness“). Mit anderen Worten, es gibt eine absichtsvolle, affektive Bewegung des spirituellen Willens auf die Ziele hin, die wir erreichen wollen. Johannes vom Kreuz beschreibt es in den Begriffen einer Beziehung zu Gott – Gott bedeutet hier die letztendliche Wirklichkeit oder was immer Ihr Name für die letztendliche Wirklichkeit sein mag. Gott ist die jüdisch-christliche Form, um dieses Geheimnis auszudrücken. Es ist die Beziehung mit der letztendlichen Wirklichkeit, die unsere menschliche Gesundheit ausmacht, weil die Quelle unseres Seins uns auch fortwährend erhält. Offensichtlich würde ein Leben in Übereinstimmung mit unserer inneren Natur zu Gesundheit führen.

Johannes vom Kreuz sagt, dass die Gesundheit des Menschen vor allem davon abhängt, dass er immer in der Gegenwart der letztendlichen Wirklichkeit lebt. Das ist eine Art Meta-Achtsamkeit („supermindfulness“), in der wir nicht nur gegenüber den Sinnesobjekten achtsam sind, was in gewisser Weise eine einführende Übung ist. Diese Meta-Achtsamkeit bezieht sich auf die größere Wirklichkeit, aus der all diese Sinneserfahrungen entstehen. Eine andere Möglichkeit ist, es als Gewahrsein für den Grund unseres Seins zu bezeichnen. Die Beziehung zur letztendlichen Wirklichkeit ist die letztendliche Quelle von Sicherheit, Liebe und Freiheit.

Jon Kabat-Zinn:
Ihre Ergänzungen sind genau richtig. Aufmerksamkeit und Absicht arbeiten wunderbar zusammen, um die Möglichkeit des Erwachens zur Wirklichkeit der eigenen Erfahrung zu fördern, die wir als Seinsgrund – oder Grundlosigkeit des Seins – bezeichnen könnten. Dann gibt es keine Unterbrechung in der Kontinuität der Erfahrung zwischen dem sinnlichen Bereich und dem Bereich des Gewahrseins an sich, der wirklich grenzenlos ist. Genau darauf wies Albert Einstein in seiner Aussage hin.

Bei der MBSR gehen wir davon aus, dass das Schweigen oder die Stille, über die Sie gesprochen haben, der Bereich des Gewahrseins an sich ist. Es ist in jedem Moment zugänglich. Die Frage ist, ob wir durch eine geschickte Anwendung von Aufmerksamkeit und Absicht den Organismus so einstimmen können, dass er mehr und mehr die Fähigkeit kultiviert, in jedem Bereich mit diesem donnernden Schweigen in Berührung zu sein.

Matthieu Ricard:
Wir haben einige der langfristigen Wirkungen der Meditation gesehen und sogar die Veränderungen, die durch einen achtwöchigen Kurs erreicht werden können, aber wir brauchen natürlich Studien über einen längeren Zeitraum, über Monate und Jahre. Ich denke, Alan könnte etwas über ein Projekt sagen, das solch eine langfristige Studie umsetzen soll.

Alan Wallace:
Cliff Saron ist unter den Zuhörern. Er ist der wissenschaftliche Forschungsleiter im sogenannten Shamatha Project. Ich habe vor Kurzem erfahren, dass ich zum kontemplativen Forschungsleiter ernannt worden bin – eine neue Kategorie. Wir möchten eine einjährige Langzeitstudie mit dreißig Menschen durchführen, die in einem Retreat-Setting leben und acht bis zehn Stunden pro Tag meditieren. Der Hauptschwerpunkt wird auf dem Training der Aufmerksamkeit, der Entwicklung größerer Klarheit und der Stabilität der Aufmerksamkeit liegen, zusammen mit der Kultivierung des Herzens. Ich liebe den Ausdruck „Achtsamkeit des Herzens“. Ein absolut entscheidendes Element des Trainings wird die Kultivierung dessen sein, was die Buddhisten als die Zustände göttlichen Verweilens bezeichnen oder die unermesslichen Qualitäten der liebenden Güte, des Mitgefühls, der empathischen Freude und des Gleichmuts.

Unser letztendliches Ziel ist ein einjähriges Projekt, aber wir werden es etwas bescheidener beginnen, wobei die erste Stufe ein dreimonatiges Forschungsprojekt mit den höchsten Standards wissenschaftlicher Genauigkeit ist. Wir haben ein hervorragendes Team an der University of California in Davis und wir planen, im nächsten September damit zu beginnen.

Father Keating:
Das wird sicher ein wunderbares Experiment. Gleichzeitig denke ich, dass das Projekt, das jetzt direkt vor uns liegt, darin besteht, diese Dinge in den gewöhnlichen Strom des alltäglichen Lebens der Menschen zu bringen, die leiden und jetzt Hilfe möchten, egal wo sie sind.

Ich frage mich, ob es hilfreich sein könnte, den Unterschied zwischen Schmerz und Leiden weiter zu klären. Ich habe die Wörter hier abwechselnd gehört und eine Definition, die ich recht einsichtsvoll fand, war, dass Schmerz einfach ein normaler Teil des Lebens ist. Es ist eine essentielle Situation in einem begrenzten Universum. Leiden bedeutet, dass wir dem Schmerz Widerstand leisten. Im Evangelium drückte Jesus in seiner Aufforderung: „Widerstehe nicht dem Bösen“, aus, es wäre besser, wenn wir das nicht tun würden, dem, was wir als böse wahrnehmen, Widerstand entgegen zu bringen. Leiden ist wahrscheinlich das, was größtenteils als böse wahrgenommen wird, so wie auch der Tod. Wenn unsere Haltung dem Schmerz gegenüber wäre, dass wir ihn akzeptieren, so wie er ist, dann könnte unnützes Leiden vielleicht stark verringert werden.

Dieser Artikel stammt aus dem Buch Die heilende Kraft der Meditation.