Mit Kindern wachsen – Heft April 2011

Heft April 2011

• Achtsames Muttersein, Cassandra Vieten
• Kleine Notiz zur Schönheit, Marie Martin
• Das achtsame Gerhirn und die Entfaltung des menschlichen Potential, Lienhard Valentin

• Das schmeckt nach Strom, Marie Martin
• Einige Worte zu dem Mit-Kindern-wachsen-Elternkompass, Lienhard Valentin
• Eine meditative Praxis: Das tägliche Leben, Tracy Liebermann
• Fünf Gründe gegen "Gut gemacht!", Alfie Kohn
• Ein neuer Weg ohne Lob und Strafe, Buchbesprechung Marie Martin
• Kinder und Geld, Fragen Sie Naomi
• Naturerlebnis-Tipps, Sandra Knümann
• Veranstaltungsbericht, Veranstaltungen, Kleinanzeigen

21.5 cm × 29.7 cm
Bestellnummer: 7110400
Preis: 7,90 € inkl. 7% MwSt
"Das schmeckt nach Strom!"

"Das schmeckt nach Strom!"

Hochsensible Kinder sind einfach anders

Laut der Psychologin Elaine Aron, einer Pionierin auf dem Gebiet der Hochsensibilität, sind etwa 15 % der Menschen HSP, Highly Sensitive Persons. Das bedeutet zunächst einmal nur, dass diese Kinder eine andere Reizschwelle haben als andere. Sie nehmen überdurchschnittlich viele Reize auf und sind folglich schneller überreizt als andere. Segen und Fluch zugleich.
Da sie so viel und vielfältig wahrnehmen, sind hochsensible Kinder schneller überfordert, brauchen mehr und längere Ruhe- und Verarbeitungsphasen und sind in vielerlei Hinsicht einfach anders. Hochsensibel meint also nicht eine höhere emotionale Kompetenz, sondern zunächst einmal eine neurologische Besonderheit.

Mädchen Malen "Gut gemacht!" Loben manipulieren

Fünf Gründe gegen „Gut gemacht!“

Wie wir durch Loben manipulieren und was wir sonst tun können

Verbringen Sie Zeit auf einem Spielplatz, besuchen Sie eine Schule oder eine Kindergeburtstagsparty und Sie können sicher sein, die Worte „Gut gemacht!“ immer wieder zu hören. Schon Kleinstkinder werden dafür gelobt, ihre Hände zusammenzuklatschen. Viele von uns geben diese Beurteilungen in einer Art und Weise von sich, die schon einem verbalen Tick gleichkommt. Zahlreiche Bücher und Artikel raten uns, uns nicht auf Strafe zu verlassen und vom Hintern-Versohlen zur gewaltsamen Isolierung überzugehen. Zuweilen wird uns sogar jemand dazu auffordern, die gängige Praxis, Kinder mit Stickern und Essen zu belohnen, zu hinterfragen. Aber Sie müssen schon sehr genau hinschauen, um etwas Kritisches über das so genannte „positive Verstärken“ zu finden.