Sehen, was ist
Wie man sich von seinen Überzeugungen befreien kann
Oft stehen wir uns selbst im Weg! Wir wissen vielleicht sogar, dass wir Ansichten und Überzeugungen haben, die das Leben unflexibel und kompliziert machen, aber wir wissen nicht dagegen anzugehen. Dann hilft es die Augen aufzumachen und die Ohren zu spitzen – und das ganz ohne Veruteilungen.
Wenn wir an Überzeugungen festhalten, so engt das unsere Erfahrung des Lebens ein. Das heißt nicht, dass Überzeugungen oder Meinungen oder Ideen an sich ein Problem sind. Was Probleme macht, ist unser starrköpfiges Insistieren darauf, dass die Dinge so und nicht so sein sollten, ist unser Festhalten an Überzeugungen und Meinungen.
Wenn wir unseren Glauben auf diese Weise benutzen, dann schaffen wir eine Situation, in der wir mit Absicht blind sind, statt zusehen, taub sind, statt zu hören, in der wir lieber tot sind als lebendig, in der wir lieber schlafen, als wach zu sein.
Gehören wir jedoch zu den Menschen, die lieber ein gutes, reiches, uneingeschränktes, abenteuerliches, wahres Leben führen wollen, dann können wir einem ganz konkreten Rat folgen: Sieh, was ist! Wenn Sie sich dabei erwischen, dass Sie an Überzeugungen und Gedanken festhalten, dann sehen Sie einfach, was ist. Nehmen Sie das zur Kenntnis, ohne Ihre Überzeugung wahr oder falsch zu nennen.
Sehen Sie sie klar und ohne sie zu beurteilen, und lassen Sie sie dann gehen. Kommen Sie zum gegenwärtigen Augenblick zurück.
Aus dem Buch:
Erschienen in der Zeitschrift "Mit Kindern wachsen", Ausgabe: Heft Januar 2005


