Mutter Kind Junge Natur

Zukünftige Wettbewerbsfähigkeit vs. gegenwärtiges Glück?

Ein Gespräch mit William Crain

William Crain, Professor für Psychologie, Autor und Gesellschaftsaktivist spricht über seinen Ansatz der kindzentrierten Pädagogik und darüber, dass jedes Kind das Recht zum Spiel hat. Gerade heute ist dieses Thema wieder brennend aktuell und es ist wichtig die Diskussion um Lernen und Leistung der Schüler immer wieder neu zu führen und neu zu überdenken.
Über High-Tech-Geräte an modernen Schulen, verplante Nachmittage und die eigentliche Natur(verbundenheit) unserer Kinder…

Spiel ist zutiefst transzendent

Aspekte des Spiels

Die Grenzen des Bekannten überschreiten

Bekanntes erfahren, bedeutet immer auch sich innerhalb von Grenzen zu bewegen. Grenzen, die unser Verhalten bestimmen, die bestimmen, wie wir lernen, was wir lernen und wie wir etwas tun. Statt sich innerhalb der Grenzen aufzuhalten, können wir diese im Spiel überschreiten. Denn Spiel ist zutiefst transzendent und öffnet die Pforte zu Unbekanntem.

Zusammen auf die Reise gehen

Für Kinder gibt es keine universellen Regeln und Rezepte

Wie sich gestresste Eltern helfen können und was Kinder brauchen, um einmal selbstbestimmte, verantwortungsbewusste Erwachsene zu werden

Christian Fauth im Gespräch mit Lienhard Valentin

Für Kinder gibt es keine Bedienungsanleitung. Jedes Kind ist anders, jedes Kind ist einzigartig, und das Gleiche gilt natürlich auch für die Eltern.
Dennoch: Aus einer Kinderstube muss keine Kampfzone werden. Gerade weil in hohem Maße die Erfahrungen, die wir in unseren ersten Lebensjahren machen darüber entscheiden wie wir leben und was wir sind. Dieses Wissen ist heute Allgemeingut und Eltern geben in aller Regel ihr Bestes, um ihren Kindern einen guten Start ins Leben zu ermöglichen.

Raum geben

Der innere und äußere Raum für das Kind

Über die Ursprünge des Vereins und den Kern unserer Arbeit

Kinder brauchen einen offenen Raum, in dem sie geschützt sind und unterstützt werden – sie brauchen keine zusätzlichen Grenzen. Natürliche Grenzen sind einfach da – wir und unsere Kinder stoßen ständig gegen sie. Wie können wir uns selbst und unsere Kinder auf solche Situationen vorbereiten?

Lienhard Valentin und Katharina Martin sprechen darüber, wie wir Vertrauen in uns selbst und unsere Kinder entwickeln können und wie Kinder in einem vorbereiteten Raum ihren Forscherdrang ausleben können und kreative Lösungen finden, an denen ihr Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen wächst.

Probiere es, und du wirst herausfinden wie es geht.

Die ganze Um-Welt erforschen

Wachstum im Spannungsfeld von Unterstützen und Nicht-Unterstützen

Wachstum geschieht rhythmisch und polar – ereignet sich im Spannungsfeld von Unterstützen und Nicht-Unterstützen, dem Ansprechen der Eigenaktivität, zwischen Gehaltensein und Ins-Eigene-Loslassen. Wachstum geschieht zwischen Fördern und Fordern, zwischen Gewähren und Verweigern, wenn es denn erforderlich ist. Wachstumsimpulse entstehen auch durch Aufgaben, die sich als Herausforderung darstellen, also etwas anfordern, das noch gar nicht entwickelt wurde oder manifest ist, eine Aufgabe, die eine kleine Spur zu groß ist, mit dem Glauben im Hintergrund: „Das kannst du schaffen, auch wenn du jetzt gerade noch nicht weißt, wie das geht – probiere es, und du wirst es herausfinden.“

sich dem Glück d.h. Kind zuwenden

Sich dem Glück zuwenden

Das Glück der Mutter beeinflusst das Wesen des Kindes

Das Leuchten in den Augen der Mutter gibt dem Kind die Bestätigung, dass es in Ordnung ist – es weiß intuitiv, dass sein Dasein für andere angenehm ist, dass es als Quelle der Freude wirkt. Diese Erkenntnis der frühen Säuglingsforschung gehört nun schon zum „Allgemeingut“. Nicht das, was die Mutter tut, macht das Kind glücklich, sondern, wenn sie selbst einfach Glück ausstrahlt, also glücklich ist.

"Das schmeckt nach Strom!"

"Das schmeckt nach Strom!"

Hochsensible Kinder sind einfach anders

Laut der Psychologin Elaine Aron, einer Pionierin auf dem Gebiet der Hochsensibilität, sind etwa 15 % der Menschen HSP, Highly Sensitive Persons. Das bedeutet zunächst einmal nur, dass diese Kinder eine andere Reizschwelle haben als andere. Sie nehmen überdurchschnittlich viele Reize auf und sind folglich schneller überreizt als andere. Segen und Fluch zugleich.
Da sie so viel und vielfältig wahrnehmen, sind hochsensible Kinder schneller überfordert, brauchen mehr und längere Ruhe- und Verarbeitungsphasen und sind in vielerlei Hinsicht einfach anders. Hochsensibel meint also nicht eine höhere emotionale Kompetenz, sondern zunächst einmal eine neurologische Besonderheit.

Genau hinhören.

Zuhören ist genauso wichtig

Sprache fördert Bindung

Kommunikation ist, wie Respekt, etwas, das auf Gegenseitigkeit beruht. Erfolgreiche Kommunikation bedeutet genau zuhören, versuchen zu verstehen, was die andere Person sagt, und darauf antworten. Es ist ein Geben und Nehmen. Für eine gute Kommunikation zu sorgen gehört mit zum Elternsein.

Wie aber machen wir das am Besten? Was sagen wir unseren Kindern wie? Und können wir ihnen helfen sich selbst klar mitzuteilen?

Mädchen Kopfhörer Medien glotzen innere Festplatte

Formatierung der inneren Festplatte

Die regelmäßige Nutzung von Bildschirmmedien verändert das Gehirn unserer Kinder

Viele Kinder und Jugendliche haben ihr eigenes Fernsehgerät und ihren eigenen Internetzugang. In den USA verbringen bereits Zweijährige täglich zwei Stunden vor dem Fernseher. Mahner vor übermäßigem Fernsehkonsum werden gern als altmodische Kulturpessimisten abgetan, dabei wird jetzt erst deutlich, was für Auswirkungen der Konsum wirklich hat. Das Sitzen vor dem Fernseher stellt mittlerweile die häufigste Ursache für Übergewicht dar sowie für Krankheiten, die eigentlich erst im Alter auftreten, wie Typ II Diabetes, der so genannte Altersdiabetes.

Vater Junge Herbst Baum Spiel

Vater sein!

Ein Gespräch mit Professor Wolfgang Roth

Was bedeutet es Vater zu sein und wie hat sich die Vaterrolle im Laufe der letzten Jahr verändert? Marie Martin sprach darüber mit Wolfgang Roth, Professor für Psychologie. Er selbst hat drei leibliche Kinder und zwei Stiefkinder und im Laufe seines Lebens verschiedene Konstellationen im Zusammenleben mit Kindern kennengelernt.