Alfie Kohn
Alfie Kohn: Liebe und Eigenständigkeit

Liebe und Eigenständigkeit

Die Kunst bedingungsloser Elternschaft, jenseits von Belohnung und Bestrafung

Was denken Eltern über ihre Kinder? Was empfinden sie für ihre Kinder? Wie handeln sie?
Liebe und Eigenständigkeit ermuntert uns, genau hinzuschauen. Das lohnt sich, denn es gibt einen Weg, unsere Kinder respektvoll und in Liebe zu begleiten. Ein Weg, der uns in einen tiefen und klaren Kontakt mit unseren Kindern bringt und uns sogar über die Zeit der Pubertät hinaus mit unseren Kindern zu verbinden vermag.

Cordula Kolarik

Vorgestellt von Cordula Kolarik

Liebe und Eigenständigkeit

Alfie Kohn plädiert für ein bedingungsloses Annehmen von Kindern – so, wie sie sind und nicht so, wie wir sie gerne hätten. Zwar ist er durchaus dafür, Ziele bei der Erziehung zu haben. Aber er lehnt das heute so weitverbreitete Kalkül ab, das mit Verhaltensplänen Menschen zurechtzubiegen sucht und den Blick des Kindes stets nur auf den eigenen Vorteil und auf die Frage: "Was hab ich davon?" richtet.

Einfach mal die Perspektive wechseln

Mit den Augen Ihres Kindes

Ein Werkzeug verständnisvoller zu sein

Kennen Sie "Perspektivenübernahme"? Das ist ein hilfreiches Werkzeug, wenn wir die Welt mit unseren Kindern gemeinsam erforschen wollen.
Sie hilft uns, herauszufinden, was wirklich los ist. Durch sie bekommen wir Informationen, die uns helfen können, mehr in die Tiefe zu gehen, statt nur auf das Verhalten des Kindes zu reagieren und sie macht uns geduldiger gegenüber den Launen unserer Kinder.

„Das ist nicht fair! Ihr seid so gemein!“

„Das ist nicht fair! Ihr seid so gemein!“

Warum Bestrafung versagt

Dass es nicht funktioniert, Kinder zu bestrafen, ist angesichts der vorhandenen Forschungsergebnisse kaum zu leugnen. Schwieriger ist es, mit Sicherheit zu sagen, warum Bestrafung nicht funktioniert. Dennoch können wir einige Vermutungen wagen.

Mädchen Malen "Gut gemacht!" Loben manipulieren

Fünf Gründe gegen „Gut gemacht!“

Wie wir durch Loben manipulieren und was wir sonst tun können

Verbringen Sie Zeit auf einem Spielplatz, besuchen Sie eine Schule oder eine Kindergeburtstagsparty und Sie können sicher sein, die Worte „Gut gemacht!“ immer wieder zu hören. Schon Kleinstkinder werden dafür gelobt, ihre Hände zusammenzuklatschen. Viele von uns geben diese Beurteilungen in einer Art und Weise von sich, die schon einem verbalen Tick gleichkommt. Zahlreiche Bücher und Artikel raten uns, uns nicht auf Strafe zu verlassen und vom Hintern-Versohlen zur gewaltsamen Isolierung überzugehen. Zuweilen wird uns sogar jemand dazu auffordern, die gängige Praxis, Kinder mit Stickern und Essen zu belohnen, zu hinterfragen. Aber Sie müssen schon sehr genau hinschauen, um etwas Kritisches über das so genannte „positive Verstärken“ zu finden.